frau momos minimalismus

16. November 2019
von Frau Momo
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Adieu Problemtrance! Oder auch: Das Ding mit den Zielen

Ich muss gestehen, in einigen Bereichen bin ich in einer Art Problemtrance durch das Leben gerannt. Ich konnte Probleme unendlich genau und ausführlich beschreiben. Ich analysierte sie quasi zu Tode (hat übrigens nicht funktioniert, sonst wären sie gelöst gewesen). 

Aber als Betriebswirtin hatte ich das schliesslich so gelernt: ich muss das Problemtal genau ergründen, um den Weg hinaus zu finden. Eine anständige Analyse ist das Fundament für fast alles. Deshalb schaute ich in meinem Problemtal gelegentlich unter jeden noch so kleinsten Stein, ob sich dort ein Grund für Problem versteckt haben mag. 

In der letzten Zeit kam ich auf die Idee, es anders zu machen: Den Blick von den Steinen lösen, mir ein Ziel auf den Horizont zu setzen und loszugehen. Das alles in dem Vertrauen, dass ich auf meinem Weg alles erfahren werde, was ich zum Verändern brauche. 

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12. Oktober 2019
von Frau Momo
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Gelesen: „Das Experiment Hingabe“ von Michael A. Singer

Wenn sich Autoren den Aufkleber „New York Times Bestseller“ auf die Brust pappen können, ruft das die Skeptikerin in mir wach. Mainstream trifft selten meinen Geschmack. Doch Michael A. Singers autobiographisches Buch „Das Experiment Hingabe“ bildet da eine Ausnahme. 

Michael „Mickey“ Singer übt sich in Hingabe. In Hingabe an das Leben. Hingabe – das bedeutet für ihn, die persönlichen Reaktionen von Mögen und Nicht-Mögen loszulassen. Er folgt dem, was das Leben jenseits von persönlichen Vorlieben und Abneigungen von ihm abverlangt. 

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11. August 2019
von Frau Momo
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Meditation: Loslassen in Aktion

Die Gedanken-Mischpoke einfach weiterziehen lassen

Ich setze mich jeden Morgen auf meinen Allerwertesten und meditiere zwanzig Minuten lang. Komme, was da wolle. Einmal kam in der letzten Zeit eine Darmgrippe dazwischen, ansonsten bin ich konsequent und ich freue mich auf meine tägliche Meditationspraxis. Am interessantesten finde ich, dass ich mir jedes Mal vornehme, ausschließlich im gegenwärtigen Augenblick zu sein … und mir das nicht gelingt. 

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29. Juni 2019
von Frau Momo
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Alternative zu den Fünf Tibetern: Der „Daily Cat Stretch“ von Thomas Hanna

Sind dir die Fünf Tibeter zu anstrengend oder zu esoterisch? Bist du auf der Suche nach einer minimalistischen Routine, bei der du dich effektiv und auf wohltuende Art und Weise mit den wichtigsten Muskelgruppen deines Körpers auseinandersetzt?

Dann probiere den Daily Cat Stretch aus. Thomas Hanna, der Entwickler des Daily Cat Stretch, verglich diese Übungsserie mit den Streckbewegungen einer Katze, die sich nach dem Aufwachen ausführlich dehnt, um ihre Muskeln zu spüren und zu längen.

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7. Mai 2019
von Frau Momo
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Gelesen: „Ich muss nicht alles glauben, was ich denke“ von Serge Marquis

Das Ich kann aus sich nichts Besseres machen. Es kann sich von einem Augenblick zum nächsten verändern, aber es bleibt stets das ich, diese trennende und auf sich selbst bezogene Bewusstseinsaktivität, die hofft, eines Tages etwas zu werden, was sie nicht ist. […] Daher bleibt nur das Endes des Ich.

Dieses Zitat von Jiddu Krishnamurti ist dem Buch Ich muss nicht alles glauben, was ich denke voran gestellt. Der Autor Serge Marquis gibt damit die inhaltliche Richtung vor, denn dieses Buch ist ein flammendes Plädoyer dafür, das emotional aufgeladene Ego, das stets auf der Suche nach etwas Besserem ist, zu erkennen und zurück zu nehmen.

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25. April 2019
von Frau Momo
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Gelesen: „Hinsetzen loslassen glücklich sein“ von Elisabeth und Sukey Novogratz

Zu diesem Buch muss ich gar nicht viel schreiben – außer: Lies dieses Buch!

Es geht um Meditation. Um Altare, Dharma-Talks, die großen drei Dämonen Sucht, Angst und Depression, Einfluss der Meditation auf Telomere, Stimmungsschwankungen, Glückstrigger, Mudras & Mantras, Kopfkino und die Frage, wer mit dir seine Geheimvorräte Schokolade an einem Retreat teilt.

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11. April 2019
von Frau Momo
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Sein altes Ich einfach sterben lassen? 

„Wenn Sie Ihr Leben beenden wollen, dann beenden Sie doch Ihr Leben. Aber dafür müssen Sie doch nicht sterben. Beenden Sie Ihr Leben hier und gehen Sie weg.“

Das sagt in dem Film „Gegen die Wand“ der Arzt einer psychiatrischen Klinik zum lebensmüden Cahit Tomruk. Cahit reagiert zynisch: „Darf ich mal was sagen, Herr Doktor?! Sie haben doch voll den Knall, oder?“ Der Arzt lächelt darauf hin.

Sein Leben beenden. Indem man weggeht.

Meine Mutter arbeitete lange Zeit in einer leitenden Position. Wenn eine Mitarbeiterin kündigte, um ambitioniert woanders eine neue Stelle anzutreten (bei der dann natürlich alles viel besser sein sollte) pflegte sie lakonisch zu sagen: „Du kannst gehen wohin du willst, du nimmst dich selbst doch immer mit.

Ist das so? Verheddern wir uns immer wieder in den Fängen des „alten“ Ichs?  Oder können es zurück lassen wie eine Haut, die wir ein für alle Mal abstreifen? 

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4. April 2019
von Frau Momo
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Was uns alle angeht, müssen wir alle miteinander angehen

Gedanken zur Sterbebegleitung

Sterben ist eine Erfahrung, der sich niemand entziehen kann. Wir sind alle Sterbende. Jeden Tag wachsen wir dem Sterben entgegen. Uns trennt nichts von Menschen, die sterben – außer dem Zeitpunkt (und selbst das ist gar nicht mal so gewiss). 

Der Journalist Roland Schulz schreibt: „Der moderne Mensch denkt über den Tod wie über den Weltraum: Er existiert zweifelsohne irgendwo da draussen – aber im tiefsten Herzen sind wir sicher, niemals durch seine Dunkelheit zu wandeln.“*

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