frau momos minimalismus

Superbuch-Guide für unerschrockene Handschriftliche (Teil I)

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Kreatives und lebendiges Selbstmanagement im digitalem Zeitalter

Ein Superbuch ist fast wie Evernote – nur charmanter

Es gibt viele Programme, die das Sammeln, Ordnen und Finden von Ideen, Skizzen, Notizen oder Fotos unterstützen. Evernote, Microsoft OneNote, Apples iCloud – um einige zu nennen.

Und es gibt das Superbuch. 100% analog, akkuladestandunabhängig, zerfledderungsfähig und außerdem kann man Kaffeebecher darauf abstellen.

Nein, im Ernst: Ein Superbuch ist vor allem intuitiver, praktischer und bietet mehr Raum für Kreativität als eine Software. Nicht umsonst benutzen noch heute Architekten, Grafiker oder Modedesigner Papierbücher für ihre ersten Entwürfe.

Neugierig geworden? Lass dich inspirieren! Es folgt meine Superbuch-Geschichte sowie anschließende Tipps zum Gebrauch eines Superbuchs – der Guide für unerschrockene Handschriftliche.

Eine kurze Geschichte meiner Superbuch-Karriere

Zum Superbuch bin ich gekommen wie die Jungfrau zum Kinde. Und eigentlich habe ich es nie „Superbuch“ genannt, sondern immer „Alles-Buch“. Aber da der Begriff Superbuch nun in aller Munde ist, verwende ich ihn auch ihn diesem Beitrag.

Auf einem Wochenendausflug nach Colmar werde ich – wie so oft – magisch von einer Papeterie angezogen und erstehe dort ein Notizbuch mit Ringbindung. Das Design gefällt mir, ich weiß noch gar nicht, wofür ich es einsetzen werde. Ein paar Wochen später fange ich mit einem kleinen Experiment an: Tagesplanung mit Mindmapping. Und dafür benutze ich dieses Ringbuch.

In den folgenden Wochen mache ich – ohne sie planen – die zwei entscheidenden Schritte, die jedes Superbuch-Management ausmachen und die mir mittlerweile zur festen Gewohnheit geworden sind:

1. Alles – aber auch wirklich alles – an einem Ort notieren

Ich nehme das Ringbuch überall mit hin. Zunächst eigentlich nur, um meine Tagespläne parat zu haben. Doch auf einmal fange ich an, mir ebenfalls spontane Einfälle, Buchempfehlungen und sogar Einkaufslisten in dem Buch zu notieren. Das ist neu, dass ich so unterschiedliche Dinge an demselben Ort festhalte. Weiter geht’s mit Mitschriften aus Workshops oder Seminaren, Zitaten, Telefonnummern und E-Mail-Adressen von Menschen, die ich kennen lerne, Formulierungsideen für E-Mails oder Texte, Geschenkideen für Weihnachten, Webadressen. Einfach alles kommt ins Superbuch.

2. Das Notierte durcharbeiten und organisieren

Regelmässig blättere ich zurück und fange an, das Niedergeschriebene systematisch zu durchzuarbeiten und zu organisieren: Erledigtes wird durchgestrichen, Kontaktdaten übertrage ich ins Adressbuch, Textideen in Textdokumente, Ideen überprüfe ich auf Relevanz und Machbarkeit, Geschenk-Ideen kommen auf eine neue Liste mit dem Titel: „Weihnachtsgeschenke“, die Webadressen schaue ich mir an, sie werden bei Bedarf im Lesezeichenmenü erfasst.

Das Superbuch im Job – keine Post-it-Schlacht mehr am Monitor

Ich lege mir auch im Job ein Superbuch zu und führe damit zwei Superbücher, die ich inhaltlich streng trenne. Mein persönliches Superbuch habe ich im Job stets dabei, weil mir natürlich auch dort private Einfälle kommen.

Im Joballtag wird der Griff zum Superbuch zur festen Gewohnheit: Bei jedem Telefonat notiere ich mir Name & Nummer des Gesprächspartners. Ideen für laufende oder zukünftige Projekte wandern ins Superbuch genau so wie Mitschriften aus Besprechungen und Sitzungen. Aufgaben, die mir zwischendurch einfallen (oder mir mal eben so zufallen – wie das manchmal merkwürdigerweise im Job so ist). Vor Feierabend die To-Do-Liste für den nächsten Tag.

Keine Post-it und keine Fresszettel mehr.

Ich merke zunehmend, wie sich auch andere Menschen auf mein Superbuch verlassen. „Was hatten wir neulich noch besprochen? Das steht doch bestimmt in deinem klugen Buch“. Auch ich verlasse mich auf mein Superbuch. Alles steht dort drin, ich muss nichts im Kopf behalten. Besser kann man nach Feierabend nicht abschalten.

Wider dem Zeitgeist: Handschriftliches! Warum eigentlich? Und was aufschreiben?

Warum ein Superbuch?

  • Das Superbuch dient als ausgelagertes Gedächtnis, als Arbeitsspeicher. Um frei zu sein für den Augenblick. Deshalb darf in einem Superbuch alles Platz haben und deshalb ist ein Superbuch auch überall dabei. „Nur ein freier Kopf kann kreativ sein“ sagt der Selbstmanagement-Autor David Allen.
  • Das Superbuch bietet analoge, haptische, physische, freie Flächen, bietet Platz für Ideen – ablenkungsfrei von Formatierungsmöglichkeiten, Links und Klick-Buttons, die mich anlächeln. Für die habe ich später noch Zeit.
  • Das Superbuch ist ein ganzheitliches Tool, unterschiedlichste Informationen sind nur ein paar Seiten voneinander entfernt. Kein Herumklicken in unterschiedlichen Programmen.

Warum von Hand?

  • Generell sind erste Ideen für Zeichnungen, Abläufe, Diagramme, Tabellen, Layouts schneller von Hand zu erstellen.
  • Ein Superbuch ist ein sehr direktes und auch persönliches Medium. Ich kann mir in fast allen Lebenslagen Notizen machen, ohne unangenehm oder umständlich aufzufallen, während das Hochfahren des Laptops oder das Zücken des Smartphones nicht immer angebracht oder manchmal auch umständlich ist.
  • Ein Superbuch ist internet- und akkuunabhängig.
  • Während Sitzungen und Telefonaten (und auch sonst) kann ich doodeln, was die rechte, kreative Gehirnhälfte anregt.
  • Von Hand zu schreiben heisst Informationen anders aufzunehmen und zu verarbeiten, als wenn man eine Tastatur bedient (oder einfingrig auf dem Smartphone herum stochert).

Was wird gesammelt?

Alles!

Im Job als Angestellter / freiberuflich / privat:

  • Namen und Kontaktdaten von Menschen, Organisationen und Unternehmen
  • Gesprächsnotizen von Telefonaten, Gesprächen oder kurzen Besprechungen
  • Vor- und Nachbereitung von Sitzungen / Besprechungen
  • Mitschriften in Sitzungen, Workshops
  • Jahresziele / Monatsziele / Wochenziele / Tagesziele
  • Tägliche To-Do-Listen
  • Projekt- oder aufgabenspezifische To-Do-Listen
  • Grobplanungen/erste Skizzen zu neuen Vorhaben, Abläufen, Prozessen
  • Themen-Ideen für Blogbeiträge/Artikel mit ersten Notizen zu Schlagwörtern, Überschriften, Verlinkungen, Informationsquellen
  • Textideen/Formulierungsideen für Mail, Berichte, Blog-Beiträge, Protokolle
  • Informationsquellen: Buchtitel, Internetadressen, Stich- und Schlagwörter
  • Listen aller Art
    • Bücher, die man lesen will
    • Packliste für den Urlaubskoffer
    • Einkaufslisten / Sammellisten für die nächste Bestellung im Online-Shop
    • Geschenkelisten
    • Gästelisten
  • Ideen, die keiner Liste zugeordnet werden können
  • Bus- und Bahnverbindungen / Wegbeschreibungen / Zeitpläne (denn wenn man sie einmal aufgeschrieben hat, sind sie im Kopf)
  • Freizeitideen: Filme zum Ansehen, Ausstellungen
  • Zitate
  • Zeichnungen, Skizzen, Mindmaps, Sketchnotes
  • Persönliche Einträge / kurzes Festhalten von Gedanken & Gefühlen / spontane Tagebucheinträge
  • Post-its
  • Postkarten, Bilder, Ausschnitte aus Zeitungen, Fresszettel – mit Tesafilm oder Kleber befestigt

Teil II des Superbuch-Guide für unerschrockene Handschriftliche folgt in ca. 10 Tagen. Dann geht es um folgende Fragen:

  • Was ist bei der Anschaffung eines Superbuchs zu beachten?
  • Wie strukturiere ich ein Superbuch?
  • Wie mache ich effektiv Einträge?
  • Wie überarbeite/übertrage ich meine Einträge?

24 Kommentare

  1. Habe Jaaaahreee gebraucht, bis ich genau das auch begriffen habe, beruflich wie privat. Habe es nur nicht Superbuch genannt, was ich ab sofort ändern werde. Ein wunderbarer Begriff

    • Ich finde den Begriff „Superbuch“ eigentlich nicht soooooo wirklich wahnsinnig toll, „Alles-Buch“ ist mir persönlich lieber. Aber wie ich auch im Beitrag schrieb: Der Ausdruck „Superbuch“ ist geläufiger, deshalb habe ich ihn verwendet.

  2. Vielen Dank für diesen interessanten und informativen Artikel!!! Ich hatte bis jetzt noch nichts vom Superbuch gehört, finde es aber sehr ansprechend. Und das, obwohl ich seit Jahren Filofax-Nutzerin bin! Ob man das irgendwie kombinieren kann?

    Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt auf Teil 2!

    Viele Grüße!

    • Liebe Martina

      Spontan kommt mir die Idee, dass es ja verschiedenste Einlagen für das Filofax-System gibt, so bestimmt auch Blanco-Blätter für Notizen.

      Oder man kann sich diese selbst machen, indem man den passenden Locher hat. Die Locher für die verschiedenen Filofax-Typen werden von Filofax selbst angeboten. Meinen eignen Filofax-Locher habe ich nicht mehr, hätte ich dir sonst angeboten 😉 . Das ist langfristig wahrscheinlich preiswerter als die Einlagen zu kaufen und man kann verschiedene Papierfarben benutzen.

      Lieber Grüße, die Frau Momo

      • Als eifrige Filofax- Nutzerin muss ich mich hier einschalten ;):
        Ganz unbedingt kannst du den filofax als Superbuch nutzen 🙂
        Die Ringe sind ja optimal geeignet, um die vielen Notizen dann später neu sortieren zu können, z.B. in thematische Register/Tabs, und um Überholtes einfach auszusortieren. Davon wird Frau Momo bestimmt in Teil 2 noch so ähnlich erzählen.

        Du musst auch kein teures Filofax Papier kaufen. Wie Momo meinte, kannst du Papier selbst zuschneiden und lochen. Meine Freundin Nina hat eine Anleitung auf ihrem Blog, wie du ohne Speziallocher filofax Papier lochen kannst
        http://elfenfisch.blogspot.de/2012/10/filofax-hacks-lochen-ohne-locher.html

        Wer allerdings regelmäßig filofax Papier zuschneidet/locht, dem würde ich die Anschaffung eines Speziallochers schon empfehlen.
        Ich würde hier nicht zu einem Locher der Marke filofax raten (die sind sehr teuer) sondern nach „6fach Locher“, „filofax Locher“, „organizer Locher“ usw. suchen, die gibt es schon ab ca. 12-15 € – übrigens nicht nur online sondern auch vor Ort in vielen Schreibwarenläden, die filofax/Organizer führen.

        Die andere, günstige, Alternative wäre Papier von der Marke bsp Obpacher. Es gibt davon sehr günstige Abreissblöcke in der Filofax Größe, kariert und vorgelocht. Es gibt die Blöcke im 3er Set für ca. 3€, häufig in Geschäften, die Organizer verkaufen z.B. Drogerie Müller, Karstadt, McPaper
        Ansonsten empfehle ich den Blog von Iris: http://filomaniac.blogspot.de/

        • Im Übrigen wurde ich von deiner Anfrage so inspiriert, dass ich auf meinem Blog bald selbst zwei neue Artikel posten werde:
          1) Sammelpost: Möglichkeiten (günstig) an Filofax personal Papier zu kommen bzw es selbst herzusstellen
          –> Es gibt im web schon ganz viele Anleitungen, die werde ich sammeln
          2) Wie ich meinen filofax als Superbuch nutze
          –> Ich hätte da echt selbst noch viel zu erzählen und verschiedene Tricks und Kniffe, die sich inzwischen bewährt haben

          Ich weiß noch nicht, wie schnell ich die Artikel schaffe, aber schau gerne demnächst mal bei mir am Blog vorbei 🙂

          • Ich bin gespannt! Wie ich an anderer Stelle schrieb: Viele Menschen benutzen Filofax-Systme und sind bestimmt sehr dankbar für Ideen, diese noch kreativer & preiswerter einzusetzen. Zudem kann man ja Filofax-Ideen auch auf Superbücher übertragen.

        • Da ich kein Filofax nutze, gehe ich auf die Möglichkeiten, die ein Filofax bietet, auch im Teil II nicht weiter ein. Aber die dahinter stehenden Prinzipen sind dieselben: Erst einmal alles erfassen, später bewerten und einsortieren. Oder auch: Mittels Farben oder Register eine Grobstruktur schaffen, in die man dann hinein arbeitet. Wobei das aber wiederum auch hemmend sein kann … wenn eine Idee beispielsweise nicht sofort zu kategorisieren ist.

          Danke für die Filofax-Hinweise! Ich schätze, die sind total wertvoll für all die Menschen, die Filofax-Systeme benutzen und nicht massenhaft Geld für Einlagen ausgeben wollen.

    • Hallo Martina,

      so einen Locher für den Filofax kann ich sehr empfehlen, gerade wenn du auf das A5-Format setzt. Schau auch mal bei Karstadt, Galerie Kaufhof usw., denn dort gibt es manchmal günstige Locher, die ebenfalls auf das Format passen (können). Meinen habe ich damals bei Müller für weniger als 15€ erworben.

      Liebe Grüße, Svenja (Apfelmädchen)

  3. Liebe Frau Momo,

    so ein Superbuch ist wirklich eine super Sache, die mir sowohl im Job (als ich noch gearbeitet habe), als auch jetzt privat ziemlich oft nervige Sucharbeit erspart. Im Moment führe ich so eine Art Superbuch in einem Notizbuch, das ich zur Aufgabenplanung und zum Festhalten von allen möglichen anderen Sachen benutze. Gesondert habe ich jedoch meinen Kalender, meine Blogplanung und meine Ausgabenliste (alles im Filofax), meine Leseliste (neuerdings auch wieder auf Papier in einem gesonderten Notizheft) und meine ausführlichen Notizen fürs Studium (sonst bräuchte ich jede Woche ein neues Superbuch 🙂 ).

    Ich freue mich schon auf den zweiten Teil, denn aus den Systemen von anderen übernehme ich gerne Kleinigkeiten, die mein eigenes Vorgehen noch verbessern.

    Ganz liebe Grüße, Svenja (Apfelmädchen)

    • Liebes Apfelmädchen Svenja

      Ja, den Kalender habe ich auch extra. Das halte ich aber total „schlank“, da stehen wirklich nur Termine drin. Eine Blogplanung im engen Sinne habe ich (noch) nicht. Ich betreibe kreatives „Aus-dem-Bauch-heraus-bloggen“. Aber meine Ideen für Blogbeiträge, die halte ich fest, ich übertrage sie in Wunderlist. Dazu dann mehr beim zweiten Teil. Meine Ausgaben erfasse ich ganz woanders: Numbers-Tabelle. Ich habe eine Tabelle, die ich seit Jahren führe (Einnahmen und Ausgaben, Budgets, Vermögensaufstellung). Wäre auch mal einen Blogartikel wert.

      Herzlicher Gruß

      Frau Momo / Barbara

  4. Liebe Frau Momo,

    mein Superbuch heißt „schlaues Buch“. Ich sage öfter: „Ähm, Moment – ich muss mal eben in mein schlaues Buch schauen.“
    Möglicherweise hat mein kindlicher Disney-Konsum bei der Namensgebung einen Beitrag geleistet – Tick, Trick und Track hatten nämlich auch eins.

    Viele Grüße
    Annika

    • Liebe Annika,

      schlaues Buch, Superbuch, kluges Buch … an solchen Bezeichnungen wird deutlich, wie viel Wissen & Weisheit in so einem Buch steckt.

      Viele Grüsse

      Barbara / Frau Momo

  5. Hallo 🙂 Ich habe über die Linktips von Apfelmädchen diesen Post gefunden.
    Großartig!! Ich freue mich auf Teil 2 – das Aufarbeiten der Notizen ist bei mir noch nicht ganz optimiert

    Der Einfachheit halber, kopiere ich schnell, was ich bereits dort geschrieben habe. Ich denke, du nimmst mir diese kleine Faulheit nicht übel 😉

    Oh, mal wieder “serendipity”. Den Post von Momo muss ich gleich lesen. Ich habe vor Kurzem auch erkannt, dass ich dringend anfangen sollte, meine 10’000 Notizzettel, die regelmäßig entstehen, nicht mehr auf so viele verschiedene Weisen/Papierformate anzufertigen.
    Das kostet einfach immer ewig viel zusätzliche (unnötige!!) Energie, später alles neu zu ordnen bzw. geht manches verloren (Post it fällt hinter den Schreibtisch…)
    Ein einziges Buch klappt für mich leider nicht, das hab ich inzwischen erkannt, aber ich bin jetzt bei 3 gelandet: filofax personal, Schreibblock mit Spiralbindung in A5 und filofax Mini für die Hosen/Jackentasche 🙂 Mal hoffen, dass ich konsequent bleibe 😉 Momentan zumindest gehören die chaotischen Zettelberge der Vergangenheit an 🙂

    • Hallo 🙂

      Ja, das Aufarbeiten und Übertragen der Notizen ist bei vielen Menschen ein Thema. Und um einen Hinweis vorweg zu nehmen: Das lässt sich auch nicht gänzlich optimieren. Weil Kreativität und Komplexität nur begrenzt in lineare Strukturen zu überführen sind. Es gibt immer eine Menge an Ideen, die im Raum schwirrt, nicht kategorisierbar und greifbar ist.

      Es hat viel Wert, nur eine begrenzte Zahl von Aufenthaltsorten für Ideen zu schaffen und nicht alles mit Fresszetteln und Post-it zuzuknallen. Es geht um ein fragiles Gleichgewicht zwischen freien, chaotischen Raum und zugleich einer Begrenzung, der Schaffung eines Korridors.

  6. Hallo Barbara,

    ich liebe es, mit der Hand zu schreiben! Persönlich verwende ich lieber einen Notizblock, weil ich damit auch mal Wegbeschreibungen, Nummern, Adressen oder andere Informationen anderen mitgeben kann. Und er passt in jede Tasche.

    Ich hadere immer noch mit der Begrenzung auf ein Medium. Neben dem Block habe ich nämlich auch noch meinen Kalender, der ja aber auch einen anderen Zweck erfüllt. Und für bestimmte Inhalte, habe ich tatsächlich einzelne Bücher, beispielsweise Zitate und Rezepte. Da finde ich die Trennung aber auch sinnvoll.

    Lieber Gruß,
    Philipp

    • Hallo Philipp

      Schön, dich wieder einmal zu lesen! Ja, das mit dem Notizblock verstehe ich vollkommen und deshalb habe ich eine große Neigung zu Ringbüchern, aus denen man einfach auch einmal ein Blatt heraus reißen kann.

      Ich glaube auch nicht, dass man sich auf ein Medium beschränken muss. Für ein größeres Projekt, das ich plane, habe ich beispielsweise ein Extra-Superbuch. Meinen Kalender führe ich auch extra. Einfach weil meine Superbücher oft binnen recht kurzer Zeit voll sind und der Kalender ja mindestens ein Jahr halten soll.

      Es geht eher darum, möglichst ständig einen externen Arbeitsspeicher parat zu haben und diesen handschriftlich zu füllen. Und das erfüllt ein Notizblock auch ganz wunderbar.

      Lieber Gruß

      Barbara

  7. Ein wunderbarer Artikel, denn es hilft ungemein, nichts zu ‚zerstreuen‘, sondern an einem Ort aufzubewahren. Das ist bei mir ein Filofax A 5; ein anderes Ringbuchsystem würde es natürlich auch tun. Wenn man einen dieser Locher hat, kann man alles Papier verwenden, auch alte Notizbücher verbrauchen. Ich werde irgendwann auch mal darüber schreiben, wie ich ihn verwende.

  8. …und wo sind die anderen Teile? :/

    • Hallo Claudia,

      ich schrieb: Teil II des Superbuch-Guide für unerschrockene Handschriftliche folgt in ca. 10 Tagen. Es gibt also zwei Teile und Teil II ist noch nicht veröffentlicht.

  9. Ich nutze seit Jahren „Mein Buch“, wie ich es nenne. Bis vor Kurzem war es in kariertes A6-Büchlein. Jetzt bin ich auf Müllreduzierung umgestigen: Einen Ringordner, der ein Schuljahr recht stark strapaziert wurde, habe ich auf etwas größer als A6 geschnitten. Da hinein kommen alte Briefumschläge, einseitig bedrucktes Briefpapier usw. Damit das Ding auch etwas hübsch aussieht, hat es eine schöne Hülle aus dicken Filz bekommen.
    In das Buch kommt alles was nicht vergessen werden soll. Einkaufsliste, Essenplan, Elternabend… – alles nur privates. Für dienstliches habe ich ein extra Buch. Dienst und privat schön getrennt! 😉

    • Dein Buch stelle ich mir charmant vor, vor allem, weil ich Upcycling-Produkte gerne mag. Auf Ringbücher komme ich – nach Ausflügen in die Welt der gebundenen Superbücher – auch immer wieder zurück.

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