frau momos minimalismus

5. April 2016
von Frau Momo
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Über Reue, Risiko und den Umgang mit Entrümplungs-Entscheidungen

„Was, wenn ich das Entrümpeln irgendwann bereue? Ich denke immer, dieses oder jenes Ding könnte ich irgendwann doch noch mal gebrauchen oder vermissen.“

Solchen Aussagen begegne ich häufiger im Zusammenhang mit dem Thema Minimalismus. Ich nicke dann und sage: „Ja, ja, das kann vorkommen.“ Denn Ausmisten bedeutet, ein Risiko einzugehen.

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27. Februar 2016
von Frau Momo
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Einfach laufen

Hamburg, Mitte der 90er Jahre. Voller guter Vorsätze marschiere ich zum nächstgelegenen Park. Nun will ich auch joggen! Neujahrsvorsätze und so. Ich renne los – als ob ich einem abfahrenden Bus hinter her laufe. Nach kurzer Zeit bleibe ich japsend stehen, mit meiner Kondition am Ende. Nachdem ich wieder Luft bekomme, stolpere ich ernüchtert nach Hause. „Das macht echt keinen Spaß“ sage ich mir. „Scheiß auf die Neujahrsvorsätze.“

Kurz darauf begreife ich, dass ich Sprinten/Rennen mit Joggen/Laufen verwechsle. Dennoch bleibt das Laufen für mich lange Zeit ein Buch mit sieben Siegeln. Wiederholt mache ich Anläufe regelmässig zu trainieren, doch es funzt einfach nicht. Auch fühle ich mich neben all diesen durchtrainieren Läufern, die mit ihren drahtigen Beinen scheinbar mühelos an mir vorbeiziehen, unwohl.

Zugleich merke ich immer wieder: Mein Körper will laufen.

Und irgendwann bekomme ich den Dreh raus.  Weiterlesen →

18. Februar 2016
von Frau Momo
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Brief an meinen Parasympathikus

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Lieber Parasympathikus,

leider kennen wir beide uns gar nicht so gut. Weil ich jahrelang … ach, was schreibe ich da … jahrzehntelang deinem Gegenspieler, den Sympathikus, den Vorzug gab.

Das geschah nicht in böser Absicht. Das geschah eigentlich in überhaupt keiner Absicht. Ich kannte den Sympathikus viel besser als dich. Der ist ja auch echt sympathisch, der Junge. Er wirkt so zielstrebig, dynamisch und kraftvoll.

Und über den Sympathikus reden ja auch alle. Über dich spricht kaum einer. Dabei wollen alle das, was du zu bieten hast: Regeneration. Zufriedenheit. Wohlbefinden. Kreativität. Sogar für das innere Gleichgewicht bist zu zuständig. Und gratis oben drauf gibt es noch guten Selbstkontakt. Wer dich kennt, kennt sich selbst.  Weiterlesen →

12. Februar 2016
von Frau Momo
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WIN FOR LIVE

Ich habe da so ein kleines Ritual. Samstags gehe ich einkaufen und wenn ich im Einkaufszentrum bin, schaue ich, ob ich ein Schnägg im Portemonnaie habe. Der Ausdruck „Schnägg“ ist Schweizerdeutsch und steht für ein Fünffrankenstück. Eine wirklich tolle Münze, sofern man Münzen toll finden kann, aber ich tue das irgendwie und trauere ja insgeheim auch noch den Fünfmarkstück hinterher.

Also, wenn ich einen Schnägg in meiner Geldbörse vorfinde, dann gehe ich zum Kiosk im Einkaufszentrum und kaufe mir ein Rubbellos. Aber nicht irgendeines, nein, es muss ein WIN FOR LIVE-Rubbellos sein. Hauptgewinn sind 4000 Franken monatlich für 20 Jahre. Manchmal schummle ich auch ein wenig und bezahle extra bar und mit grossen Scheinen, damit ich am Samstag auf jeden Fall ein Schnägg im Portemonnaie habe und mir ein Rubbellos kaufen kann. Ein Rubbellos muss mit einem Schnägg bezahlt werden, das gehört zum Ritual. Weiterlesen →

9. Februar 2016
von Frau Momo
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Wie ein minimalistischer Lebensstil dich unterstützt, besser für dich da zu sein

Hochsensibilität und Minimalismus

Instinktiv nimmst du die Stimmungen und Bedürfnisse anderer Menschen wahr. Du hast ein ausgemachtes Händchen fürs Detail und rettest bei Regen Regenwürmer von der Strasse, damit sie nicht überfahren werden. Fehler fallen dir sofort ins Auge, du magst es harmonisch und bevor du dich zu einer Sache äußerst, durchdenkst du sie gründlich. Deine Wahrnehmungsfähigkeit ist überdurchschnittlich gut, du bist ein emotional mitschwingender Mensch. Weiterlesen →

5. Oktober 2015
von Frau Momo
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Gelesen: „Die Stärken der Stillen“ von Jennifer Kahnweiler

„Hören Sie auf, sich wie ein Extrovertierter verhalten zu wollen!“

Die Autorin Jennifer Kahnweiler ermutigt dazu, die den introvertierten Charakterzügen innewohnenden Stärken zu nutzen anstatt mit Extrovertierten mithalten zu wollen.

Das Buch kommt schlank daher (ca. einen Finger dick) und beim ersten Durchblättern fällt mir auf, dass es recht textlastig ist. Dann eine Überraschung: Jennifer Kahnweiler ist eine bekennende Extrovertierte, die sich lange und ausgiebig mit introvertierten Menschen in der Arbeitswelt beschäftigt hat. Ich bin gespannt.

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25. August 2015
von Frau Momo
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Besser schlafen – Teil I

Besser Schlafen Frau Momos Minimalismus

Wie ich zu längerem und erholsameren Schlaf fand

1 – 2 Stunden Einschlafzeit waren für mich jahrzehntelang Normalität. Daraus resultierte ein chronischer Schlafmangel, denn ich schlief selten mehr als 6-7 Stunden. Ich war chronisch unausgeschlafen. All dies ist mir eigentlich so richtig erst bei einem Vortrag von Dr. Spork bewusst geworden und schlagartig erklärten sich mir viele Dinge. Seitdem hat sich in Sachen Schlaf bei mir viel verändert.

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7. Juni 2015
von Frau Momo
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Kreativ & produktiv schreiben mit Zeitbudgets

Die Eieruhr als Perfektionismuskiller

Gerne arbeite ich so lange an einem Text, bis er wirklich perfekt ist. Bis bis sich selbst die Satzzeichen flüssig lesen. Ich schaffe dann im „Es dauert so lange wie es dauert“ – Modus. Dieser Modus ist mein persönliches Nonplusultra.

Das Gute an diesem Modus: Er macht mir irre viel Spass. Das Schlechte an diesem Modus: Er kostet irre viel Zeit. Und spätestens wenn man, wie ich, mit Schreiben einen Teil seines Einkommens bestreiten will, muss man zwingend auch weitere, andere Strategien zum Schreiben anwenden können – weil mein zeitintensives, persönliches und perfektionistisches Nonplusultra, das zahlt mir niemand.

Deshalb habe ich meine Arbeitsweise geändert. Wobei ich mir schon noch ein paar „Es dauert so lange wie es dauert“-Projekte zur reinen persönlichen Freude erhalte. Und dies ist die Geschichte davon, wie mir das gelungen ist.

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24. April 2015
von Frau Momo
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Meine Erfahrungen mit Alphatraining

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Entspannungsexperimente

Januar 2015: Dank einem Buch von Thomas Hohensee entdecke ich, dass ich durch eine einfache Atemtechnik die Entspannungsreaktion auslösen kann. Ich schreibe darüber diesen Artikel und übe wie eine Weltmeisterin: Während Busfahrten, in der S-Bahn, beim Wandern, Zuhause auf dem Sofa, sogar unter der Dusche – ich finde es immer wieder faszinierend, wie ich bewusst und willkürlich die Entspannungsreaktion auslösen kann. Gerne bringe ich mich damit auch zum „Wegdruseln“, wie ich es nenne, in jenem angenehmen, bilderintensiven Zustand zwischen Schlaf und Wachsein.

Also schnappe ich mir das nächste Buch von Thomas Hohensee: „Entspannt wie ein Buddha“. Bereits das erste Kapitel hat es ganz schön in sich. Thomas Hohensee beschreibt dort die Zusammenhänge zischen Aufmerksamkeit, Fokussierung und Stress und beruft sich dabei auf den Biofeedback-Forscher Les Fehmi: „Les Fehmi hat heraus gefunden, dass es zu einer Belastung von Körper und Geist wird, wenn wir in übertriebener und dadurch gestresster Weise konzentriert sind.“¹

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