frau momos minimalismus

13. Juli 2016
von Frau Momo
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Drei bürotaugliche Tipps für den Umgang mit gestressten Arbeitskollegen

„Dein Stress ist auch mein Stress“  lautet der Titel eines Artikels der Max-Planck-Gesellschaft aus dem Jahr 2014, in dem sie interessante Forschungsergebnisse zum Thema Stress veröffentlicht. Allein das Beobachten eines gestressten Menschen kann Stress im eigenen Körper erzeugen. Je näher wir diesem Menschen stehen, um so wahrscheinlicher ist es, uns vom Stress anstecken zu lassen:

„Empathischer Stress trat besonders häufig auf, wenn Beobachter in einer Paarbeziehung zu der gestressten Person standen und das Geschehen direkt über eine Glasscheibe verfolgen konnten. Aber auch wenn fremde Personen lediglich auf einem Bildschirm zu sehen waren, versetzte das einige Menschen in Alarmbereitschaft.“

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11. April 2016
von Frau Momo
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„Ich mache fast nichts, was ich nicht gerne mache“

Digitaler Minimalismus

Mario lebt ohne Internet, E-Mail, Smartphone und TV

Ich habe Mario im Jahr 2011 auf einem Seminar kennengelernt. Schon damals faszinierte mich, dass er keine E-Mail-Adresse besitzt. Dieses Jahr traf ich ihn erneut. Nach wie vor gestaltet Mario sein Leben ohne E-Mail-Account, Smartphone und TV. Von einem PC oder Internet-Anschluss ganz zu schweigen.

Für mich, die einen Großteil des Tages vor dem Rechner verbringt, aus der S-Bahn heraus Tweets sendet oder in einer unbekannten Gegend mit Google Maps ihren Weg findet, undenkbar. Wie lebt es sich weitestgehend analog im digitalen Zeitalter? Ich traf Mario in Zürich zu einem Gespräch. Weiterlesen →

5. April 2016
von Frau Momo
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Über Reue, Risiko und den Umgang mit Entrümplungs-Entscheidungen

„Was, wenn ich das Entrümpeln irgendwann bereue? Ich denke immer, dieses oder jenes Ding könnte ich irgendwann doch noch mal gebrauchen oder vermissen.“

Solchen Aussagen begegne ich häufiger im Zusammenhang mit dem Thema Minimalismus. Ich nicke dann und sage: „Ja, ja, das kann vorkommen.“ Denn Ausmisten bedeutet, ein Risiko einzugehen.

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27. Februar 2016
von Frau Momo
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Einfach laufen

Hamburg, Mitte der 90er Jahre. Voller guter Vorsätze marschiere ich zum nächstgelegenen Park. Nun will ich auch joggen! Neujahrsvorsätze und so. Ich renne los – als ob ich einem abfahrenden Bus hinter her laufe. Nach kurzer Zeit bleibe ich japsend stehen, mit meiner Kondition am Ende. Nachdem ich wieder Luft bekomme, stolpere ich ernüchtert nach Hause. „Das macht echt keinen Spaß“ sage ich mir. „Scheiß auf die Neujahrsvorsätze.“

Kurz darauf begreife ich, dass ich Sprinten/Rennen mit Joggen/Laufen verwechsle. Dennoch bleibt das Laufen für mich lange Zeit ein Buch mit sieben Siegeln. Wiederholt mache ich Anläufe regelmässig zu trainieren, doch es funzt einfach nicht. Auch fühle ich mich neben all diesen durchtrainieren Läufern, die mit ihren drahtigen Beinen scheinbar mühelos an mir vorbeiziehen, unwohl.

Zugleich merke ich immer wieder: Mein Körper will laufen.

Und irgendwann bekomme ich den Dreh raus.  Weiterlesen →

18. Februar 2016
von Frau Momo
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Brief an meinen Parasympathikus

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Lieber Parasympathikus,

leider kennen wir beide uns gar nicht so gut. Weil ich jahrelang … ach, was schreibe ich da … jahrzehntelang deinem Gegenspieler, den Sympathikus, den Vorzug gab.

Das geschah nicht in böser Absicht. Das geschah eigentlich in überhaupt keiner Absicht. Ich kannte den Sympathikus viel besser als dich. Der ist ja auch echt sympathisch, der Junge. Er wirkt so zielstrebig, dynamisch und kraftvoll.

Und über den Sympathikus reden ja auch alle. Über dich spricht kaum einer. Dabei wollen alle das, was du zu bieten hast: Regeneration. Zufriedenheit. Wohlbefinden. Kreativität. Sogar für das innere Gleichgewicht bist zu zuständig. Und gratis oben drauf gibt es noch guten Selbstkontakt. Wer dich kennt, kennt sich selbst.  Weiterlesen →

12. Februar 2016
von Frau Momo
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WIN FOR LIVE

Ich habe da so ein kleines Ritual. Samstags gehe ich einkaufen und wenn ich im Einkaufszentrum bin, schaue ich, ob ich ein Schnägg im Portemonnaie habe. Der Ausdruck „Schnägg“ ist Schweizerdeutsch und steht für ein Fünffrankenstück. Eine wirklich tolle Münze, sofern man Münzen toll finden kann, aber ich tue das irgendwie und trauere ja insgeheim auch noch den Fünfmarkstück hinterher.

Also, wenn ich einen Schnägg in meiner Geldbörse vorfinde, dann gehe ich zum Kiosk im Einkaufszentrum und kaufe mir ein Rubbellos. Aber nicht irgendeines, nein, es muss ein WIN FOR LIVE-Rubbellos sein. Hauptgewinn sind 4000 Franken monatlich für 20 Jahre. Manchmal schummle ich auch ein wenig und bezahle extra bar und mit grossen Scheinen, damit ich am Samstag auf jeden Fall ein Schnägg im Portemonnaie habe und mir ein Rubbellos kaufen kann. Ein Rubbellos muss mit einem Schnägg bezahlt werden, das gehört zum Ritual. Weiterlesen →

9. Februar 2016
von Frau Momo
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Wie ein minimalistischer Lebensstil dich unterstützt, besser für dich da zu sein

Hochsensibilität und Minimalismus

Instinktiv nimmst du die Stimmungen und Bedürfnisse anderer Menschen wahr. Du hast ein ausgemachtes Händchen fürs Detail und rettest bei Regen Regenwürmer von der Strasse, damit sie nicht überfahren werden. Fehler fallen dir sofort ins Auge, du magst es harmonisch und bevor du dich zu einer Sache äußerst, durchdenkst du sie gründlich. Deine Wahrnehmungsfähigkeit ist überdurchschnittlich gut, du bist ein emotional mitschwingender Mensch. Weiterlesen →

5. Oktober 2015
von Frau Momo
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Gelesen: „Die Stärken der Stillen“ von Jennifer Kahnweiler

„Hören Sie auf, sich wie ein Extrovertierter verhalten zu wollen!“

Die Autorin Jennifer Kahnweiler ermutigt dazu, die den introvertierten Charakterzügen innewohnenden Stärken zu nutzen anstatt mit Extrovertierten mithalten zu wollen.

Das Buch kommt schlank daher (ca. einen Finger dick) und beim ersten Durchblättern fällt mir auf, dass es recht textlastig ist. Dann eine Überraschung: Jennifer Kahnweiler ist eine bekennende Extrovertierte, die sich lange und ausgiebig mit introvertierten Menschen in der Arbeitswelt beschäftigt hat. Ich bin gespannt.

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25. August 2015
von Frau Momo
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Besser schlafen – Teil I

Besser Schlafen Frau Momos Minimalismus

Wie ich zu längerem und erholsameren Schlaf fand

1 – 2 Stunden Einschlafzeit waren für mich jahrzehntelang Normalität. Daraus resultierte ein chronischer Schlafmangel, denn ich schlief selten mehr als 6-7 Stunden. Ich war chronisch unausgeschlafen. All dies ist mir eigentlich so richtig erst bei einem Vortrag von Dr. Spork bewusst geworden und schlagartig erklärten sich mir viele Dinge. Seitdem hat sich in Sachen Schlaf bei mir viel verändert.

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