frau momos minimalismus

Unperfektes

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Oden an das Unperfektsein

Das Mädchenmitherz kann voll nicht Ball spielen, das Apfelmädchen kann auf Fotos ihre Augen nicht offen halten und Gitte von der Himbeerwerft hat ein lausiges Vorstellungsvermögen.

All diese Oden an das Unperfektsein haben mich angeregt darüber nachzudenken, was ich eigentlich voll nicht kann. Da gibt es natürlich einiges. Aber eine Sache empfinde ich als ganz speziell: Ich kann mich nicht besonders gut im Raum rückwärts bewegen. Die dafür zuständigen Gehirnareale wurden meiner Geburt offenbar nicht mitgeliefert. [Müsste eigentlich mal beim Universum bzgl. Nachlieferung nachhaken.] Statt darüber zu schreiben, habe ich zur Abwechslung einmal gezeichnet: 

was ich voll nicht kann 3

  “ … und mein Leben ist zwischendurch alles andere als leicht.“

schreibt Selbstbewusstseins-Coach Bettina Stackelberg in ihrem Blogpost Nein! Es ist nicht immer leicht! Ein mutiger und ehrlicher Beitrag, der die heutige Easiness-Kultur infrage stellt.

„Woanders ist auch scheiße.“

sagt Pia und löst mit ihrem Beitrag Reisen? Muss das sein? eine interessante Diskussion um Reiseunlust aus. Vorher hatte sich schon Gitte von der Himbeerwerft als Anti-Urlauberin geoutet.

„Ich habe mir zu viel Druck gemacht, um dem Bild einer typischen Minimalistin zu entsprechen.“

Auch Weltverbesserer machen „Fehler“. Das Apfelmädchen beschreibt in ihrem Beitrag 5 Fehler, die ich auf meinem Weg zum Minimalismus gemacht habe diejenigen Erfahrungen, die sie sich [ganz minimalistisch] hätte sparen können.

Und du?

Was kannst du voll gar nicht? Wo schwimmst du gegen den Mainstream? Welche Erfahrungen hättest du dir sparen können? Hinterlasse doch einen Kommentar und lasse uns an deinem Unperfektsein teilhaben!

3 Kommentare

  1. Huhu,

    ich kann voll gar nicht gut mit Zahlen jonglieren.

    Mit Geld umgehen dagegen kann ich schon (wie passt das zusammen?), aber ich rechne einfach nicht gerne. Da renkt sich bei mir schnell das Gehirn aus. Ich habe Mathe in der Schule gehasst und abgewählt, sobald es ging. Manchmal träume ich nachts, ich muss Rechenaufgaben lösen – klappt natürlich nicht. Alle anderen sind schon fertig und verlassen das Klassenzimmer, nur ich sitze da noch…mit rauchendem Kopf.

    Unser Mathelehrer hatte immer so einen ekligen weißen Spuckefaden zwischen den Lippen *urks*. Auch hat er uns mit Kreide beworfen, wenn wir nicht leise waren. Und er war dick wie ein Schrank (was an sich nicht schlimm ist, aber so als Gesamtkonstrukt dann doch nicht so toll war). Das hat mich wohl traumatisiert :oP

    Nee, lass mich in Ruhe mit so Zahlenzeugs. Daher gebe ich den ganzen Wust auch an meine Steuerberaterin. Oder den Zahlenteil von Businessplänen an einen Kollegen. Hauptsache ich habe meine Finanzen im Griff, das reicht mir.

    Liebe Grüße
    Sabine

    • Huhu Sabine,

      früher habe ich oft gesagt: Mathematik kann ich, rechnen nicht. Rechnen fand ich immer voll anstrengend, viele Mathematik-Themen habe ich dagegen geliebt; zum Beispiel Ableitungen, Kurvendiskussionen oder Gruppentheorien. Ich glaube aber, dass Kopfrechnen dem Gehirn echt gut tut und deshalb nehme ich immer mal wieder Anlauf, bei allen Gelegenheiten, die sich ergeben, mehr im Kopf zu rechnen.

      Mich hat dagegen mein Latein-Lehrer so traumatisiert, so dass ich Latein nicht gut konnte und nur froh war, als nach der 10. Klasse der ganze Latein-Spuk vorbei war. Der Lehrer war unberechenbar und jähzornig, er schmiss aus dem Affekt mit Büchern nach uns (echt jetzt!).

      Liebe Grüße
      Barbara / Frau Momo

  2. Hallo Frau Momo,

    etwas verspätet vielen Dank fürs Teilen unserer Blogbeiträge. Es ist total spannend zu sehen bzw. lesen, welche tollen Reaktionen der Unperfekt-Beitrag bei verschiedenen Blogger_innen hervorgerufen hat. Im Netz zeigen wir uns meistens von unserer scheinbar perfekten Seite und lassen unsere kleineren oder größeren Macken gerne unter den Tisch fallen. Ganz unbewusst wird so eine Illusion erzeugt, der wir gar als Menschen gar nicht gerecht werden können. Daher ist es so schön durch diese Beiträge die Menschen hinter den Blogs auf eine ganz andere Art und Weise kennenzulernen.

    Die Sammlung, die durch den Fehler-Beitrag entstanden ist, sortiere ich im Moment und überlege, in welcher Form ich die tollen Erfahrungen der Leser_innen am besten weitergeben kann.

    Liebe Grüße, Svenja (Apfelmädchen)

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