frau momos minimalismus

Minimalistisches Plädoyer für das Putzen

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Reinigend, klärend, entstressend

Gestern gebe ich mich so einem Spontan-Wohnungsputz hin. Danach stehe ich hochzufrieden in meiner von der Abendsonne gefluteten Wohnung und sende diese Tweets:

Das erinnert mich an eine kleine Anekdote: Ende der 90er Jahre nehme ich an einem firmeninternen Seminar teil. Es geht um den Umgang mit Kunden – vor allem mit den unzufriedenen. Die Trainerin gibt u.a. Tipps zum Entspannen nach der Arbeit, darunter dieser Tipp: Abwaschen. Erstaunte Gesichter bei allen Teilnehmern. Abwaschen? Abwaschen! Geschirr abwaschen.

Aufräumen, putzen, waschen, reinigen, polieren – auch eine Form des Entrümpelns

Und klar – ich schreibe jetzt nicht über das manische, perfektionistische, zwanghafte Putzteufelchen-Putzen. Ich spreche über das regelmässige oder auch unregelmässige kathartische Putzen. Über das Saubermachen.

Die belebende Wirkung des Putzens:

  • In Bewegung kommen/sein
  • Nachdenken und Dinge verarbeiten, ohne ins Grübeln zu verfallen
  • Brustkrebsrisiko senken (echt jetzt, lies hier)
  • Beziehungspflege zu den Dingen des täglichen Gebrauchs betreiben
  • Wohlfühl- und Glückshormone produzieren
  • Wieder eine Übersicht haben & die Dinge klarer sehen
  • Entstauben, aus- und umsortieren, aufräumen, reinigen & verwandte Tätigkeiten als Energiequelle nutzen
  • Sich den Trainer/Coach/Arzt/Therapeuten/Guru sparen, der für all die oben genannten Punkte Geld genommen hätte

Und … wie ist das bei dir, welches Verhältnis hast du zum Putzen?

4 Kommentare

  1. Ich habe gerade eine neue Putzroutine entwickelt:
    http://einfachsoleben.blogspot.de/2015/09/meine-neue-putzroutine.html

    Bisher funktioniert es sehr gut. In den ersten Wochen mit Kind natürlich nicht perfekt, aber das ist auch nicht der Anspruch. Ja, ich nutze Putzen auch als Energiequelle und ich fühle mich selbst einfach wohler, wenns hier aufgeräumt und ordentlich sauber ist. Genauso wie es mir auch mit weniger Sachen besser geht!

    lg Nanne

    • Hallo liebe Nanne

      Danke für den Link zu deinem interessanten Beitrag!

      „Putzen als Energiequelle“ … hach, vielleicht wäre das auch eine schöne Überschrift gewesen.

      Wie du bin ich eine Freundin von Routinen und Zeitbudgets. Und wenn man es drauf hat, spielerisch mit diesen beiden Elementen umzugehen, macht das auch noch Spaß und lässt keine Putz-Berge entstehen, die dann in einer energiefressenden „Alles auf einmal“-Aktion beseitigt werden müssen/sollen.

      Herzliche Grüsse, Barbara

  2. Vielleicht auch interessant bei diesem Thema: Das Buch „Die Kunst des achtsamen Putzens“. Ich hab mal reingelesen, es aber noch nicht geholt… das wird aber auch noch geschehen.

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