frau momos minimalismus

13 Dinge, die ich nicht kaufe …

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… und die Alternativen dazu

Ausgelöst durch eine persönliche Plastikmüll-Krise habe ich angefangen, mein Einkaufs-Verhalten step by step zu verändern. Ich produziere nicht nur weniger Müll, sondern spare auch Geld.

Folgende Dinge kaufe ich nicht: 

1. WC-Reiniger

Problem: Wird in Plastikflaschen verkauft und ist eigentlich unnütz. Alternative: Essigreiniger. Der tut es reinigungstechnisch auch.

2. Microfaserreinigungstücher aus künstlichen Fasern

Problem: Microfasern werden meistens aus Acryl, Polyester oder Nylon hergestellt und bedeuten langfristig Plastikmüll. Alternative: Microfasertücher aus Zellulose säubern ebenfalls putzmittelfrei.

3. Peeling-Duschgel

Problem: Peeling-Produkte enthalten oft Polyethylen als Abrubbel-Mittel, das ist Mikroplastik. Dieses gelangt ins Gewässer und so in die Nahrungsmittelkette. Zum Teil auch in Zahnpasten enthalten. Hier gibt es einen interessanten Film zum Thema Mikroplastik.

Alternativen zum Peeling-Duschgel:

  • Lavaerde als Peeling anrühren (im Pappkarton kaufen).
  • Microfaser-Waschhandschuhe aus Zellulose
  • Luffa-Schwämme 
  • Kaffeesatz (der reinigt dann auch das Abflussrohr gleich mit —> Kommentar von sab)

4. Wasser in PET-Flaschen

Problem: Plastikmüll. No more comment. Alternativen: Wasser in Glasflaschen. In der Handtasche oder im Rucksack parat haben für den Durst zwischendurch: eine kleine Glasflasche mit Wasser. Oder im Winter: einen Mug / eine Thermokanne mit heissem Wasser (oder Tee, ..) mitnehmen. 

5. Handseife in Plastikspendern

Problem: Plastikmüll. Alternative: Das gute alte Stück Seife.

6. Duschgel

Problem: Plastik-Einweg-Müll. Alternative: Seife aus qualitativ hochwertigem Öl, das gut rückfettet. Ich nehme beispielsweise Aleppo-Seife. Eine gute Olivenöl-Seife tut es auch (—> Kommentar von Maria).  

7. Rasiergel

Problem: Plastik-Einweg-Müll (die Kappe). Die Alternative: Aleppo-Seife. Schön aufschäumen … dann klappt es auch mit dem Rasieren. 

8. Fleckenentferner/Vorwaschspray in Plastikflaschen

Alternative: Gallseife am Stück. 

9. Mundwasser in Plastikflaschen

Alternative: Mundwasser in Glasflaschen

10.  Zahnpasta in Plastiktuben 

Alternative: Zahnpasta in Metalltuben 

11. Bodylotion in Plastikverpackungen

Alternative: Hautöl in der Glasflasche 

12. Shampoo in Plastikflaschen

Alternativen:

  • Einige Menschen waschen mit Olivenseife oder Aleppo-Seife ihre Haare 
  • Festes Shampoo / Shampoobarren / Solidseifen 

13. Weichspüler

Klappt erstaunlich wunderbar ohne.

 

Diese Liste wird laufend ergänzt. Denn ich fange ja gerade erst an …. 😉

Ich freue mich, wenn du weitere Alternativen ergänzt —> schreibe einen Kommentar!

16 Kommentare

  1. Ich kaufe weder Duschgel noch Haarshampon – eine gute Olivenölseife dient für alles!

    lg
    Maria

    • Hallo Maria

      Oh, ein guter Hinweis, danke dir! So weit bin ich nämlich noch gar nicht. Ich habe beschlossen, meine derzeitigen Vorräte an Duschgel & Shampoo erst einmal aufzubrauchen und mich dann nach Alternativen umzuschauen. Meine Liste wird dann entsprechend ergänzt und dein Tipp „gute Olivenölseife“ aufgenommen. Ich will die Olivenölseife auch selbst ausprobieren, falls es nichts für mich ist, dann wird sie als Handseife aufgebraucht.

      Liebe Grüsse
      Barbara

  2. Die Ecover-Flaschen sind leider nicht zu empfehlen. Solange Menschen hungern, sollte aus Essen kein Plastik hergestellt werden. Außerdem werden sie von den Lasern auf den Müllbändern nicht als Bio erkannt und folglich nicht in der Biogasanlage verbrannt, die sowieso angezweifelt werden. Außerdem sind die Deckel aus Plastik. Soweit mein – bestimmt lückenhaftes – Müllwissen,

    • Hallo Tanja

      Danke für deine Ergänzungen bzgl. der Ecover-Flaschen!

      Du scheinst recht zu haben – soweit ich das überprüft habe bzw. überprüfen konnte. „Bioplastik“ (biologisch abbaubare Kunststoffe aus nachwachsenden Rohstoffen) ist in der ökologischen Gesamtbilanz aus folgenden Gründen (noch) als kritisch zu bewerten: Für Bioplastik werden Anbauflächen benötigt, die in Konkurrenz zur Nahrungs- und Futtermittelproduktion stehen und die Monokulturen fördern. Es hat oft eine energieintensive Produktion und landet in der Regel in der konventionellen Müllverbrennung.

      Meinen Artikel werde ich entsprechend anpassen.

      Liebe Grüsse
      Barbara

  3. Wasser kann man sehr gut aus dem Hahn trinken, das heißt bei uns dann Kranenberger – vgl. http://www.unsertrinkwasser.wdr.de/

    Für unterwegs tut es eine Edelstahlflasche zum nachfüllen.

    Gruß

    Frank

    • Ja, so handhabe ich es auch. Nur die schöne Edelstahlflasche fehlt mir noch (die ist stabiler und leichter als Glas).

      Herzlich Barbara

  4. Beim Peeling für den Körper kann ich noch Kaffeesatz hinzufügen. Klingt jetzt vielleicht eklig, aber tut der Haut ziemlich gut und fällt sowieso an. Somit ist es gleichzeitig auch noch eine Art Recycling.

    Der Kreis schließt sich dann dadurch, dass Kaffeesatz ja auch als Rohrreiniger dienen kann und somit selbst der weggespülte Kaffee noch etwas praktisches tut. 🙂

    • Kaffeesatz als Peeling, – das hatte ich ja schon einmal irgendwo aufgeschnappt.

      Aber das Kaffeesatz zudem ein exzellenter, biologischer Rohrreiniger ist, das weiss ich nun dank dir. Wie bildend! Ich habe dazu mal ein bisschen im Netz gesurft und tatsächlich ist dies ein altes, bewährtes Hausmittel.

      Danke für den Tipp, ich ergänze die Liste entsprechend.

      • Sorry, da muss ich leider kurz widersprechen – Kaffeesatz hat keinerlei reinigende Wirkung auf Rohre bzw das was in den Rohren schon abgelagert liegt. Vor allem in Kombi mit Fett und Haaren verstärkt Kaffeesatz eine Barrierewirkung….*KlugSch*ßmodus aus*

  5. Ui, hier sind einige Tipps dabei, die ich noch gar nicht kannte. Vielen Dank!

    Weichspüler wiederum habe ich noch nie verwendet, weil sich mir nie der Sinn erschlossen hat. Als ich gestern allerdings Waschmittel kaufen wollte, musste ich feststellen, dass hier fast alle Waschmittel bereits Weichspüler enthalten. Ich glaube, ich werde es mal mit Pulver versuchen. Oder, falls ich welche finden kann, Waschnüsse. Die wollte ich schon länger mal probieren.

    Lieber Gruß,
    Philipp

    • Ja, diese „All-in-one“-Produkte mag ich auch nicht. Zum Beispiel Taps für den Geschirrspüler, die Klarspüler enthalten. Waschnüsse habe ich noch nicht ausprobiert und wäre interessiert an einem Erfahrungsbericht.

      Herzlich, die Frau Momo

      • Waschnüsse hören sich total gut an, sind aber nicht zu empfehlen – auch aus ökologischer Sicht. Ich habe einen guten Artikel dazu gelesen, weiß aber leider nicht mehr wo…
        lg Nanne

  6. Anstatt Watte-Pads zum abschminken einfach ein Microfasertuch mit Baby oder Distelöl benutzen ,man kann es dann einfach zur Wäsche in die Maschine stecken.

    Und hier noch ein Tipp:

    Deo wenn nur im Glasbehälter(leider sind da aber trotzdem oftmals zu viele Chemikalien enthalten)oder einfach selber machen.

    Zitronen-Deo

    Für ein frisch duftendes Naturdeo hundert Milliliter Wasser zum Kochen bringen. Herd ausmachen und den Schalenabrieb einer unbehandelten Biozitrone darin etwa eine Viertelstunde ziehen lassen. Dann Natron hinzufügen und gut umrühren. Die Flüssigkeit durch ein Sieb gießen, um die Zitronenschale zu entfernen. Das fertige Deo in eine Sprühflasche füllen und an Achseln und/oder Füßen verwenden. Das Spray hält sich im Kühlschrank etwa zwei Monate.

    • Liebe Nina,

      vielen Dank für das Zitronen-Deo-Rezept!

      Zu den Microfasertüchern: Auch da aufpassen, weil Microfasertücher oft Plastik beinhalten.

      Herzlich, die Frau Momo

  7. Mein Super Deo: 1 Teil Kokosöl (schmelzen), 1 Teil Sodabicarbon (Backsoda, Kaisernatron …) und 1 Teil Gustin oder anderes Stärkemehl zugeben. Alles gut verrühren und ein paar Tropfen ätherisches Öl zugeben. Schmilzt beim Auftragen, bei Körpertemperatur. Ist im Sommer eh flüssig, dann trag ich es mit einem Kosmetikpinsel auf. Dieses Deo WIRKT wirklich!!!
    Dufte Grüsse aus Istrien. Rita 🙂

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