frau momos minimalismus

28. Dezember 2017
von Frau Momo
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Wie du dir ein dickeres Fell anessen kannst

Hochsensibilität und Ernährung

Sich nicht mehr vom kleinsten Gegenwind aus dem Sattel heben lassen und nicht mehr in diesem Gefühl feststecken, dass das Leben eine fortwährende emotionale Achterbahnfahrt ist. Das wär’s! Die innere Teflon-Schicht per Fingerschnips aktivieren. Die Dinge lässig an sich abperlen lassen.

Die gute Nachricht: Ein dickeres Fell kannst du dir ein gutes Stück weit anessen. Nicht als omnipotentes Wundermittel – doch als solide Basis für eine gelassene Standfestigkeit im Leben.

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11. Dezember 2017
von Frau Momo
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Die introvertierte Mittagspause

Ein kleiner Mittagspausen-Survival-Guide

Für viele Menschen, die ein zurückhaltendes und leises Wesen haben, stellt die Mittagspause eine Herausforderung dar.

Um das zu verstehen, muss man sich den Hauptunterschied zwischen introvertierten und extrovertierten Menschen vergegenwärtigen: Der introvertierte Mensch schöpft Kraft aus sich heraus. Er regeneriert durch Ruhe und Alleinsein. Der extrovertierte Mensch liebt Action und Austausch. Er regeneriert im Kontakt mit anderen Menschen.

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25. November 2017
von Frau Momo
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Freiräume in stressigen Zeiten finden

Die Übung, die ich heute vorstelle, ist ein effektives Werkzeug, um inneren Stress zu reduzieren. Sie stammt aus dem Focusing, einer körperorientierten therapeutischen Schule, und heisst „Clearing a Space“. Ich übersetze dies mit „Einen klaren Raum schaffen“.

Mit Hilfe dieser Übung schaffe ich mir einen Raum, in dem ich das Wohlbefinden, das trotz allen Problemen da ist, wahrnehme. Einen Raum, in dem ich mich mit klarem Geist etwas Anderem oder Neuen zuwenden kann – neben einem dicht gedrängten Alltag.

Diesen Raum kreiere ich durch die konkrete Erfahrung, dass ich mehr bin, als das, was ich gerade als energieraubend, ermüdend oder schwierig empfinde.

Die „Clearing a Space“-Übung eignet sich wunderbar für alltägliche Anliegen. Durch sie komme ich beispielsweise nach einem Arbeitstag innerlich zur Ruhe, um mit einem frischen Kopf die Unterlagen des Weiterbildungsstudiengangs zu lesen, den ich belegt habe.

Sie ist aber auch für den Umgang mit grösseren, fast existenziellen Themen geeignet. So belegte die Focusing-Therapeutin Joan Klagsburn mit ihren Forschungen die positive Wirkung dieses Prozesses auf das Wohlbefinden von Frauen, die sich mit einer Brustkrebsdiagnose konfrontiert sehen. (Weitere Informationen dazu hier).

Eindrücklich finde ich ausserdem, wie mir manchmal, nachdem ich die Übung praktiziert habe, wie aus heiterem Himmel Lösungen für Probleme einfallen.

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30. September 2017
von Frau Momo
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Gelesen: „Der Klügere denkt nach” von Martin Wehrle

Zugegeben, ich bin mit recht spitzen Fingern an das Buch heran gegangen. Denn schon den Titel finde ich nicht gelungen. Der Klügere denkt nach – zunächst dachte ich, es geht um Gehirnjogging oder ähnliches. Erst der Untertitel Von der Kunst, auf die ruhige Art erfolgreich zu sein gibt einen Hinweis, dass es in diesem Buch tatsächlich um Introversion und Hochsensibilität geht.

Auch den verpixelten Fuchs auf dem Cover finde ich in der Wirkung verfehlt. Ich schätze, er soll die clevere und geschickte Fuchsenergie der Zielgruppe ansprechen. Auf mich wirkt es versachlicht.

Mit diesen Vorbehalten habe ich angefangen, das Buch zu lesen. Dennoch hat es sich mir als Inspirationsquelle erschlossen! Es wird mir als wertvolles Nachschlagewerk für die Vorbereitung auf typische ***ARGH***-Situationen wie Small-Talk oder Brainstorming dienen. Zudem empfinde ich es als einen Schritt in die richtige Richtung, dass die Hochsensibilität von einem Business-Bestseller-Autoren wie Martin Wehrle aufgegriffen wird.

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20. September 2017
von Frau Momo
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Wie deine „Ich bin“ dich mit durch die Krise tragen

In Krisenzeiten hörst du vielleicht oft Sätze wie diese: „Tu dir mal etwas Gutes“ oder „Lenke dich ein wenig ab, mach dir nicht so ein Kopf.“ oder „Aber es gibt doch auch Positives, sieh das doch mal“.

Das ist, wenn man gefühlt zentnerschwere ungelöste Dinge mit sich herum trägt, leicht gesagt. Mir fällt es schwer, das nicht sofort als stereotypen Ratschlag zu handhaben, den ein Außenstehender mal eben so locker von sich gibt, der kurz seinen grossen Zeh in mein Drama tunkt und dann weiter zieht.

Und dennoch: es steckt Wahrheit sowie Hilfreiches dahinter. Diesen Wahrheitsgehalt möchte ich mit dir heute etwas genauer anschauen und dich dazu inspirieren, dich tatsächlich gerade in Krisenzeiten konsequent auf bestimmte Aspekte deiner Persönlichkeit zu fokussieren. Fernab von oberflächigen Ratschlägen, die gerade Dickhäuter gerne von sich geben. Weiterlesen →

5. September 2017
von Frau Momo
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Gelesen: “Praktische Selbst-Empathie” von Gerlinde Fritsch

Das Buch von Praktische Selbst-Empathie – Herausfinden, was man fühlt und braucht – Gewaltfrei mit sich selbst umgehen ist 2008 im Jungfermann Verlag erschienen, umfasst 154 Seiten (= ungefähr fingerdick), ist broschiert und kostet ca. 18.00 Euro.

Der von Gerlinde Fritsch beschriebene Ansatz zur Selbst-Empathie basiert auf dem Konzept der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg.

Gewaltfrei mit sich selbst umgehen, das heisst hier vor allem, die eigenen Gefühle und Bedürfnisse nicht (länger) zu ignorieren und wirksame Wege zu finden, seine Bedürfnisse zu erfüllen.

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30. April 2017
von Frau Momo
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Was kommt nach dem Minimalismus?

Liebe Frau Momo, 

ich frage mich, was nach dem Minimalismus kommt. Was mache ich, wenn Kleiderschrank und Keller entrümpelt und nachhaltigere Einkaufsroutinen etabliert sowie die Freizeit von unliebsamen Pflichten befreit sind? Ich werde in naher Zukunft mein Arbeitspensum erheblich reduzieren und frage mich, was ich dann mit der neu gewonnen Zeit und meinem einfachen Leben anfangen werde. Wie wird es sein, wenn ich das Wertvollste, nämlich mehr Zeit, zur Verfügung habe? Ich habe Angst davor, nutzlos auf dem Sofa herumzusitzen und fürchte mich davor, dass dann schlechte Gedanken kommen.

Frau H. aus B.

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18. Januar 2017
von Frau Momo
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Aufhören, Augenblicke festhalten zu wollen?

Vergangenes einfach vergangen sein lassen?

Der Schweizer Künstler Jean Tinguley warf im März 1959 aus einem Flugzeug über Düsseldorf sein Manifest für Statik ab:

Es bewegt sich alles. Stillstand gibt es nicht. Lasst Euch nicht von überlebten Zeitbegriffen beherrschen. Fort mit den Stunden, Sekunden und Minuten. Hört auf, der Veränderlichkeit zu widerstehen. SEID IN DER ZEIT – SEID STATISCH, SEID STATISCH – MIT DER BEWEGUNG. Für Statik, im Jetzt stattfindenden JETZT. Widersteht den angstvollen Schwächeanfällen, Bewegtes anzuhalten, Augenblicke zu versteinern und Lebendiges zu töten. Gebt es auf, immer wieder ‘Werte’ aufzustellen die doch in sich zusammenfallen. Seid frei, lebt! Hört auf, die Zeit zu ‘malen’. Lasst es sein, Kathedralen und Pyramiden zu bauen, die zerbröckeln wie Zuckerwerk. Atmet tief, lebt im Jetzt, lebt auf und in der Zeit. Für eine schöne und absolute Wirklichkeit!

Wortfetzen von diesem Manifest kommen mir in den Sinn, als ich am jüngsten Minimalismus-Stammtisch in Waldshut teilnehme. Hört auf, der Veränderlichkeit zu widerstehen. …. Widersteht den angstvollen Schwächenanfällen, Bewegtes anzuhalten, Augenblicke zu versteinern …

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13. November 2016
von Frau Momo
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Digitaler Minimalismus: Drei praxisbewährte Anregungen

Smartphone & Co. achtsam nutzen. Vor allem: sich nicht benutzen lassen

Der Minimalismus-Stammtisch für die Region Süddeutschland/Schweiz fand in diesem Jahr dreimal statt. An allen drei Treffen wurden Fragen rund um die Handhabung von Smartphone, E-Mails & Co. ausgiebig diskutiert. Der Wunsch, kein „Smartphone-Junkie-Dasein“ zu fristen und dennoch am digitalen Leben teilzunehmen, ist unüberhörbar. Wir Stammtisch-Mitglieder haben diese Art von Gesprächen unter dem Begriff „Digitaler Minimalismus“ zusammengefasst.

Das Thema „Digitaler Minimalismus“ umfasst noch weitere Aspekte, wie beispielsweise die Digitalisierung von Andenken (Bilder, Briefe) oder die Gestaltung der digitalen Ablage.

In diesem Beitrag greife ich einfach mal drei Tipps für einen achtsamen Umgang mit dem Smartphone und mit E-Mails heraus. Sie funktionieren bei mir gut und bringen deutlich mehr Zentrierung in mein Tun.

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