frau momos minimalismus

18. Januar 2017
von Frau Momo
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Aufhören, Augenblicke festhalten zu wollen?

Vergangenes einfach vergangen sein lassen?

Der Schweizer Künstler Jean Tinguley warf im März 1959 aus einem Flugzeug über Düsseldorf sein Manifest für Statik ab:

Es bewegt sich alles. Stillstand gibt es nicht. Lasst Euch nicht von überlebten Zeitbegriffen beherrschen. Fort mit den Stunden, Sekunden und Minuten. Hört auf, der Veränderlichkeit zu widerstehen. SEID IN DER ZEIT – SEID STATISCH, SEID STATISCH – MIT DER BEWEGUNG. Für Statik, im Jetzt stattfindenden JETZT. Widersteht den angstvollen Schwächeanfällen, Bewegtes anzuhalten, Augenblicke zu versteinern und Lebendiges zu töten. Gebt es auf, immer wieder ‚Werte‘ aufzustellen die doch in sich zusammenfallen. Seid frei, lebt! Hört auf, die Zeit zu ‚malen‘. Lasst es sein, Kathedralen und Pyramiden zu bauen, die zerbröckeln wie Zuckerwerk. Atmet tief, lebt im Jetzt, lebt auf und in der Zeit. Für eine schöne und absolute Wirklichkeit!

Wortfetzen von diesem Manifest kommen mir in den Sinn, als ich am jüngsten Minimalismus-Stammtisch in Waldshut teilnehme. Hört auf, der Veränderlichkeit zu widerstehen. …. Widersteht den angstvollen Schwächenanfällen, Bewegtes anzuhalten, Augenblicke zu versteinern …

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13. November 2016
von Frau Momo
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Digitaler Minimalismus: Drei praxisbewährte Anregungen

Smartphone & Co. achtsam nutzen. Vor allem: sich nicht benutzen lassen

Der Minimalismus-Stammtisch für die Region Süddeutschland/Schweiz fand in diesem Jahr dreimal statt. An allen drei Treffen wurden Fragen rund um die Handhabung von Smartphone, E-Mails & Co. ausgiebig diskutiert. Der Wunsch, kein „Smartphone-Junkie-Dasein“ zu fristen und dennoch am digitalen Leben teilzunehmen, ist unüberhörbar. Wir Stammtisch-Mitglieder haben diese Art von Gesprächen unter dem Begriff „Digitaler Minimalismus“ zusammengefasst.

Das Thema „Digitaler Minimalismus“ umfasst noch weitere Aspekte, wie beispielsweise die Digitalisierung von Andenken (Bilder, Briefe) oder die Gestaltung der digitalen Ablage.

In diesem Beitrag greife ich einfach mal drei Tipps für einen achtsamen Umgang mit dem Smartphone und mit E-Mails heraus. Sie funktionieren bei mir gut und bringen deutlich mehr Zentrierung in mein Tun.

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31. Oktober 2016
von Frau Momo
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Courage

Als ich 21 Jahre alt bin, gehe ich spontan zu einem Tätowierer auf dem Hamburger Kiez. An einem heissen Sommertag im Juli lasse ich mir ein chinesisches Schriftzeichen auf die rechte Schulter stechen. Es ist das Zeichen für Courage.  Weiterlesen →

13. Oktober 2016
von Frau Momo
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Knockout by Sonnenstore

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Oder: Schöne neue Arbeitswelt

Ich arbeite in einem Bürogebäude, das 2011 fertig gestellt wurde. Noch nie habe ich in so einem jungen Gebäude gearbeitet. Und bis zu diesem Jahr auch noch nicht mit einer speziellen Errungenschaft des 21. Jahrhundert die Bekanntschaft gemacht: mit der sensorgesteuerten Sonnenstore.

Hört sich erst einmal gar nicht verkehrt an: An den grossen, fast bodentiefen Fensterscheiben sind Sensoren angebracht, die die aktuelle Helligkeit messen und die Store nach Bedarf in die Beschattungsposition fahren.

Doch in Wahrheit sind diese Sensoren reinkarnierte Vampire. Anders lässt sich das unterschiedliche Helligkeitsempfinden der Sensoren und der Menschen, die in diesem Haus arbeiten, nicht erklären.

Bei allerbesten Lichtverhältnissen, in denen man arg- und sorglos vor sich hin arbeitet, setzt sich plötzlich quietschend dieses Metalldingens in Bewegung. Die Lamellen fahren aufreizend langsam herunter. Unten angekommen versetzen sie sich mit einem klackenden Geräusch in die Beschattungsposition, die die Sensoren für angemessen halten … und – zack – sitzt man im Halbdunkeln.

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25. September 2016
von Frau Momo
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Die drei Wunder des Vortages

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Lieber Alexander, lieber Jan,

habt Dank für diesen lässigen Podcast SMS auf Papier: die Sendung zum Runterkommen. Eigentlich wünscht ihr euch einen klassisch analogen, handgeschriebenen Kommentar, ich weiß. Aber ich hatte eh vor, eines Tages über Die drei Wunder des Vortages zu schreiben. So packe ich die Gelegenheit beim Schopfe und mache kurzerhand einen Blogbeitrag, den ich verlinken kann. Ein bisschen was Handschriftliches bekommt ihr dennoch (—> Beitragsbild), sogar mit Tinte verfasst.

In eurem siebenundzwanzigstem Podcast geht ihr der Frage nach, wie Abschalten im Jahr 2016 funktioniert. Neben den Entspannungs-Klassikern wie Sport oder Sauna nennt ihr noch so schöne Dinge wie Karstadt (als ein Ort ohne Bezug zur Gegenwart – hahaha), SMS auf Papier und das Konzept des Gut-Genug-Seins. Und ihr wollt von euren Hörern wissen, was sie denn zum Runterkommen alles so anstellen. Voilà!

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