frau momos minimalismus

20. September 2017
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Wie deine „Ich bin“ dich mit durch die Krise tragen

In Krisenzeiten hörst du vielleicht oft Sätze wie diese: „Tu dir mal etwas Gutes“ oder „Lenke dich ein wenig ab, mach dir nicht so ein Kopf.“ oder „Aber es gibt doch auch Positives, sieh das doch mal“.

Das ist, wenn man gefühlt zentnerschwere ungelöste Dinge mit sich herum trägt, leicht gesagt. Mir fällt es schwer, das nicht sofort als stereotypen Ratschlag zu handhaben, den ein Außenstehender mal eben so locker von sich gibt, der kurz seinen grossen Zeh in mein Drama tunkt und dann weiter zieht.

Und dennoch: es steckt Wahrheit sowie Hilfreiches dahinter. Diesen Wahrheitsgehalt möchte ich mit dir heute etwas genauer anschauen und dich dazu inspirieren, dich tatsächlich gerade in Krisenzeiten konsequent auf bestimmte Aspekte deiner Persönlichkeit zu fokussieren. Fernab von oberflächigen Ratschlägen, die gerade Dickhäuter gerne von sich geben. Weiterlesen →

5. September 2017
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Gelesen: „Praktische Selbst-Empathie“ von Gerlinde Fritsch

Das Buch von Praktische Selbst-Empathie – Herausfinden, was man fühlt und braucht – Gewaltfrei mit sich selbst umgehen ist 2008 im Jungfermann Verlag erschienen, umfasst 154 Seiten (= ungefähr fingerdick), ist broschiert und kostet ca. 18.00 Euro.

Der von Gerlinde Fritsch beschriebene Ansatz zur Selbst-Empathie basiert auf dem Konzept der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg.

Gewaltfrei mit sich selbst umgehen, das heisst hier vor allem, die eigenen Gefühle und Bedürfnisse nicht (länger) zu ignorieren und wirksame Wege zu finden, seine Bedürfnisse zu erfüllen.

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30. April 2017
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Was kommt nach dem Minimalismus?

Fragen sie Frau Momo

Liebe Frau Momo, 

ich frage mich, was nach dem Minimalismus kommt. Was mache ich, wenn Kleiderschrank und Keller entrümpelt und nachhaltigere Einkaufsroutinen etabliert sowie die Freizeit von unliebsamen Pflichten befreit sind? Ich werde in naher Zukunft mein Arbeitspensum erheblich reduzieren und frage mich, was ich dann mit der neu gewonnen Zeit und meinem einfachen Leben anfangen werde. Wie wird es sein, wenn ich das Wertvollste, nämlich mehr Zeit, zur Verfügung habe? Ich habe Angst davor, nutzlos auf dem Sofa herumzusitzen und fürchte mich davor, dass dann schlechte Gedanken kommen.

Frau H. aus B.

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18. Januar 2017
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Aufhören, Augenblicke festhalten zu wollen?

Vergangenes einfach vergangen sein lassen?

Der Schweizer Künstler Jean Tinguley warf im März 1959 aus einem Flugzeug über Düsseldorf sein Manifest für Statik ab:

Es bewegt sich alles. Stillstand gibt es nicht. Lasst Euch nicht von überlebten Zeitbegriffen beherrschen. Fort mit den Stunden, Sekunden und Minuten. Hört auf, der Veränderlichkeit zu widerstehen. SEID IN DER ZEIT – SEID STATISCH, SEID STATISCH – MIT DER BEWEGUNG. Für Statik, im Jetzt stattfindenden JETZT. Widersteht den angstvollen Schwächeanfällen, Bewegtes anzuhalten, Augenblicke zu versteinern und Lebendiges zu töten. Gebt es auf, immer wieder ‚Werte‘ aufzustellen die doch in sich zusammenfallen. Seid frei, lebt! Hört auf, die Zeit zu ‚malen‘. Lasst es sein, Kathedralen und Pyramiden zu bauen, die zerbröckeln wie Zuckerwerk. Atmet tief, lebt im Jetzt, lebt auf und in der Zeit. Für eine schöne und absolute Wirklichkeit!

Wortfetzen von diesem Manifest kommen mir in den Sinn, als ich am jüngsten Minimalismus-Stammtisch in Waldshut teilnehme. Hört auf, der Veränderlichkeit zu widerstehen. …. Widersteht den angstvollen Schwächenanfällen, Bewegtes anzuhalten, Augenblicke zu versteinern …

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13. November 2016
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Digitaler Minimalismus: Drei praxisbewährte Anregungen

Smartphone & Co. achtsam nutzen. Vor allem: sich nicht benutzen lassen

Der Minimalismus-Stammtisch für die Region Süddeutschland/Schweiz fand in diesem Jahr dreimal statt. An allen drei Treffen wurden Fragen rund um die Handhabung von Smartphone, E-Mails & Co. ausgiebig diskutiert. Der Wunsch, kein „Smartphone-Junkie-Dasein“ zu fristen und dennoch am digitalen Leben teilzunehmen, ist unüberhörbar. Wir Stammtisch-Mitglieder haben diese Art von Gesprächen unter dem Begriff „Digitaler Minimalismus“ zusammengefasst.

Das Thema „Digitaler Minimalismus“ umfasst noch weitere Aspekte, wie beispielsweise die Digitalisierung von Andenken (Bilder, Briefe) oder die Gestaltung der digitalen Ablage.

In diesem Beitrag greife ich einfach mal drei Tipps für einen achtsamen Umgang mit dem Smartphone und mit E-Mails heraus. Sie funktionieren bei mir gut und bringen deutlich mehr Zentrierung in mein Tun.

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25. September 2016
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Die drei Wunder des Vortages

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Lieber Alexander, lieber Jan,

habt Dank für diesen lässigen Podcast SMS auf Papier: die Sendung zum Runterkommen. Eigentlich wünscht ihr euch einen klassisch analogen, handgeschriebenen Kommentar, ich weiß. Aber ich hatte eh vor, eines Tages über Die drei Wunder des Vortages zu schreiben. So packe ich die Gelegenheit beim Schopfe und mache kurzerhand einen Blogbeitrag, den ich verlinken kann. Ein bisschen was Handschriftliches bekommt ihr dennoch (—> Beitragsbild), sogar mit Tinte verfasst.

In eurem siebenundzwanzigstem Podcast geht ihr der Frage nach, wie Abschalten im Jahr 2016 funktioniert. Neben den Entspannungs-Klassikern wie Sport oder Sauna nennt ihr noch so schöne Dinge wie Karstadt (als ein Ort ohne Bezug zur Gegenwart – hahaha), SMS auf Papier und das Konzept des Gut-Genug-Seins. Und ihr wollt von euren Hörern wissen, was sie denn zum Runterkommen alles so anstellen. Voilà!

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13. Juli 2016
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Drei bürotaugliche Tipps für den Umgang mit gestressten Arbeitskollegen

„Dein Stress ist auch mein Stress“  lautet der Titel eines Artikels der Max-Planck-Gesellschaft aus dem Jahr 2014, in dem sie interessante Forschungsergebnisse zum Thema Stress veröffentlicht. Allein das Beobachten eines gestressten Menschen kann Stress im eigenen Körper erzeugen. Je näher wir diesem Menschen stehen, um so wahrscheinlicher ist es, uns vom Stress anstecken zu lassen:

„Empathischer Stress trat besonders häufig auf, wenn Beobachter in einer Paarbeziehung zu der gestressten Person standen und das Geschehen direkt über eine Glasscheibe verfolgen konnten. Aber auch wenn fremde Personen lediglich auf einem Bildschirm zu sehen waren, versetzte das einige Menschen in Alarmbereitschaft.“

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11. April 2016
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„Ich mache fast nichts, was ich nicht gerne mache“

Digitaler Minimalismus

Mario lebt ohne Internet, E-Mail, Smartphone und TV

Ich habe Mario im Jahr 2011 auf einem Seminar kennengelernt. Schon damals faszinierte mich, dass er keine E-Mail-Adresse besitzt. Dieses Jahr traf ich ihn erneut. Nach wie vor gestaltet Mario sein Leben ohne E-Mail-Account, Smartphone und TV. Von einem PC oder Internet-Anschluss ganz zu schweigen.

Für mich, die einen Großteil des Tages vor dem Rechner verbringt, aus der S-Bahn heraus Tweets sendet oder in einer unbekannten Gegend mit Google Maps ihren Weg findet, undenkbar. Wie lebt es sich weitestgehend analog im digitalen Zeitalter? Ich traf Mario in Zürich zu einem Gespräch. Weiterlesen →

5. April 2016
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Über Reue, Risiko und den Umgang mit Entrümplungs-Entscheidungen

„Was, wenn ich das Entrümpeln irgendwann bereue? Ich denke immer, dieses oder jenes Ding könnte ich irgendwann doch noch mal gebrauchen oder vermissen.“

Solchen Aussagen begegne ich häufiger im Zusammenhang mit dem Thema Minimalismus. Ich nicke dann und sage: „Ja, ja, das kann vorkommen.“ Denn Ausmisten bedeutet, ein Risiko einzugehen.

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