frau momos minimalismus

30. April 2017
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Was kommt nach dem Minimalismus?

Fragen sie Frau Momo

Liebe Frau Momo, 

ich frage mich, was nach dem Minimalismus kommt. Was mache ich, wenn Kleiderschrank und Keller entrümpelt und nachhaltigere Einkaufsroutinen etabliert sind sowie die Freizeit von unliebsamen Pflichten befreit sind? Ich werde in naher Zukunft mein Arbeitspensum erheblich reduzieren und frage mich, was ich dann mit der neu gewonnen Zeit und meinem einfachen Leben anfangen werde. Wie wird es sein, wenn ich das Wertvollste, nämlich mehr Zeit, zur Verfügung habe? Ich habe Angst davor, nutzlos auf dem Sofa herumzusitzen und fürchte mich davor, dass dann schlechte Gedanken kommen.

Frau H. aus B.

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29. März 2017
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Fürchte etwas und es wird eintreten – oder auch nicht

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Eine wahre Geschichte in drei Teilen

Teil 1- Die Sahne auf dem Scheissehaufen

Jeden Morgen, wenn ich in die Küche gehe, steigt ein ganz bestimmter angstvoller Gedanke in mir hoch. Dieser Gedanke erzeugt Bilder, eine Art Mini-Horror-Film in meinem Kopf.

Ich brühe meinen Kaffee auf und denke an den Ausspruch Buddhas: Wir sind, was wir denken. Alles, was wir sind, entsteht aus unseren Gedanken. Mit unseren Gedanken formen wir die Welt.

Ich weiß: meine angstvollen Gedanken wirken wie ein Magnet in meinem Bewusstsein. Ich richte meine Aufmerksamkeit auf etwas, was ich eigentlich nicht erleben will und gebe dieser Idee damit Energie.

Da stehe ich nun mit meinem dampfenden Kaffee in meiner Küche und dieser Horror-Film läuft im Zeitraffertempo & in der Wiederholungsschleife in meinem Kopf ab. Ich gerate innerlich unter Druck. Denke, ich muss nun etwas anderes denken. Pah! Denkste! Das ist genau wie das Ding mit dem rosaroten Elefanten, an den man nicht denken soll.

Ich mache dennoch weiter, versuche an etwas „Positives“ zu denken, versuche meine negativen Bilder mit positiven Phantasien zu kurieren. Aber, und das spüre ich genau, das ist, als wenn ich Sahne auf den Scheissehaufen setzen will. Denn unter den vermeintlichen positiven Gedanken liegt die bloße Angst. Aus Angst heraus versuche ich, positive Bilder zu erzeugen. Ich merke: das klappt nicht. Weiterlesen →

18. Januar 2017
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Aufhören, Augenblicke festhalten zu wollen?

Vergangenes einfach vergangen sein lassen?

Der Schweizer Künstler Jean Tinguley warf im März 1959 aus einem Flugzeug über Düsseldorf sein Manifest für Statik ab:

Es bewegt sich alles. Stillstand gibt es nicht. Lasst Euch nicht von überlebten Zeitbegriffen beherrschen. Fort mit den Stunden, Sekunden und Minuten. Hört auf, der Veränderlichkeit zu widerstehen. SEID IN DER ZEIT – SEID STATISCH, SEID STATISCH – MIT DER BEWEGUNG. Für Statik, im Jetzt stattfindenden JETZT. Widersteht den angstvollen Schwächeanfällen, Bewegtes anzuhalten, Augenblicke zu versteinern und Lebendiges zu töten. Gebt es auf, immer wieder ‚Werte‘ aufzustellen die doch in sich zusammenfallen. Seid frei, lebt! Hört auf, die Zeit zu ‚malen‘. Lasst es sein, Kathedralen und Pyramiden zu bauen, die zerbröckeln wie Zuckerwerk. Atmet tief, lebt im Jetzt, lebt auf und in der Zeit. Für eine schöne und absolute Wirklichkeit!

Wortfetzen von diesem Manifest kommen mir in den Sinn, als ich am jüngsten Minimalismus-Stammtisch in Waldshut teilnehme. Hört auf, der Veränderlichkeit zu widerstehen. …. Widersteht den angstvollen Schwächenanfällen, Bewegtes anzuhalten, Augenblicke zu versteinern …

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13. November 2016
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Digitaler Minimalismus: Drei praxisbewährte Anregungen

Smartphone & Co. achtsam nutzen. Vor allem: sich nicht benutzen lassen

Der Minimalismus-Stammtisch für die Region Süddeutschland/Schweiz fand in diesem Jahr dreimal statt. An allen drei Treffen wurden Fragen rund um die Handhabung von Smartphone, E-Mails & Co. ausgiebig diskutiert. Der Wunsch, kein „Smartphone-Junkie-Dasein“ zu fristen und dennoch am digitalen Leben teilzunehmen, ist unüberhörbar. Wir Stammtisch-Mitglieder haben diese Art von Gesprächen unter dem Begriff „Digitaler Minimalismus“ zusammengefasst.

Das Thema „Digitaler Minimalismus“ umfasst noch weitere Aspekte, wie beispielsweise die Digitalisierung von Andenken (Bilder, Briefe) oder die Gestaltung der digitalen Ablage.

In diesem Beitrag greife ich einfach mal drei Tipps für einen achtsamen Umgang mit dem Smartphone und mit E-Mails heraus. Sie funktionieren bei mir gut und bringen deutlich mehr Zentrierung in mein Tun.

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31. Oktober 2016
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Courage

Als ich 21 Jahre alt bin, gehe ich spontan zu einem Tätowierer auf dem Hamburger Kiez. An einem heissen Sommertag im Juli lasse ich mir ein chinesisches Schriftzeichen auf die rechte Schulter stechen. Es ist das Zeichen für Courage.  Weiterlesen →